Afrikatour   2007/2008   
und weitere Reisen
 
Wichtige Infos für Traveller am Schluss eines jeden Reiseberichts
  
21.09.2007
Zeitraum: 09.09. – 20.09.2007
   
Länder: Jordanien.
   
Zweieinhalb Stunden dauern die Grenzformalitäten. Eine halbe Stunde alleine benötigen wir für unseren „Bremach“, diese Marke ist völlig unbekannt und nicht im Computer gespeichert. Wir werden immer gefragt, ob das Auto denn nicht Mercedes oder so heißt. „Nein - Bremach, Bremach, Bremach“! Der Polizeichef persönlich muss sich der Sache annehmen. Hinter uns bilden sich Warteschlangen, die wir an andere Schalter verweisen. Er tippt schließlich irgendetwas in seinen Computer ein und nach einem Blick ins Innere des Wohnkoffers können wir nach Jordanien einreisen: „Welcome“

Ein wohl situierter Scheich aus Abu Dhabi mit weißem Amischlitten will mit uns das Auto tauschen.
Römer Jerash ist eine der besterhaltenen antiken Stätten Jordaniens, die ständig weiter restauriert wird. Wir gönnen uns den Spektakel eines römischen Wagenrennens im Hippodrom.

Im Theater, das 4000 Besucher fasst, werden die Logenplätze von den VIPs (in diesem Fall von Bernd!) eingenommen.

Theater Jerash Auf dem riesigen Parkplatz des Visitor Centers können wir kostenlos (aber mit Verkehrslärm) übernachten. Selbstverständlich muss die Touristenpolizei erst gefragt werden.

In Betanien besuchen wir die Taufstätte Johannes des Täufers. Unser Fahrzeug wird abgestellt und mit einem Shuttlebus geht es zu der Taufstelle Jesu. Der Jordan ist hier nur noch ein schmaler, fast stehender Fluss, eingesäumt mit Schilf. Es ist sehr heiß und trocken. Das gesamte Gelände ist mit Stacheldraht eingezäunt.

Der Jordanfluss Das Grenzgebiet am Toten Meer wird von Militärposten und Fliegen stark kontrolliert.
Selbstverständlich wollen wir hier baden und im Liegen Zeitung lesen, was aber weniger erfrischend ist. Kaum steht ein Badeschlappen alleine herum, wird er von Myriaden von Fliegen befallen. Diese sind übrigens wesentlich schneller und frecher als schwäbische Hausfliegen – sie „tanzen“ dir tatsächlich auf der Nase herum!

Das Gefühl, im Wasser nicht unterzugehen, ist schon irgendwie ungewohnt:

Im Toten Meer Mtitagsschlaf im Toten Meer

Koordinatenaufzeichnung um das Tote Meer:
                  ( x - Achse: Fahrkilometer, y - Achse: Höhenmeter)

Diagrammverlauf Fahrt am Toten Meer
Aus der Hitze von 390 m unter Meeresspiegel fliehen wir auf knapp 1000 m, zum nagelneu eröffneten Museum des Toten Meeres, einer pompösen Anlage mit kühlem Restaurant mit Aussichtspunkt (Dead Sea Panoramic Complex).

Mosaikboden in Madaba 12.09. Madaba. Ein Großteil der Stadt steht auf Mosaikböden, die sich zum Teil noch original an ihren ursprünglichen Stellen befinden. Wir besuchen die Georgskirche mit ihrer Mosaiklandkarte (vom Toten Meer, Palästina, Jerusalem...), Apostel- kirche, Museum, Mosaikschule und das Haret Jdoudna Restaurant mit feinen lokalen Spezialitäten.
KingsHighway Die wunderschöne Strecke auf dem  „Kings Highway“ Madaba – Al Karak mit Serpentinen und Stauseen - nur empfehlenswert!!

Nach der abendlichen Führung durch die Kreuzfahrerfestung „Al Karak“, übernachten wir direkt vor dem Eingangsbereich. (fragen!) In dieser Nacht frieren wir zum ersten Mal (20° C)

Die Burg ging durch mehrere Hände: Erbaut von den Kreuzfahrern, von den Mamelucken besetzt und 1177 von Renaul de Chatillon übernommen. Er raubte und plünderte das Land aus und ließ seine Gefangenen bestialisch ermorden: Über die Köpfe ließ er Holzkisten zimmern, damit sie den Sturz von dem 400 m langen Steilabhang möglichst lange bei vollem Bewusstsein ertragen mussten.

In der Nacht zum Donnerstag (13.09.) wird der Ramadan begrüßt. Kinder feuern Böllerschüsse ab, der Muezzin betet lange und auf den Gassen um die Burg herrscht die halbe Nacht lebhaftes Treiben. Am nächsten Morgen ist es lange still, bis eine Kinderstimme eine Stunde lang Koranverse über den Lautsprecher betet. Nun beginnt das Fasten: Von Sonnenaufgang nichts essen, trinken, rauchen. – Wer’s einhält-!? Samstag, 15.09. Petra. Die von vielen Touristen aufgesuchte Nabatäerstadt lässt keine Wünsche offen. In Sandstein geschlagene Gräber und Tempel, unzählige Wohnhöhlen, als „Taxi“ zu den Sehenswürdigkeiten stehen zur Auswahl: Pferde, Pferdekarren, Esel und Dromedare. Wir halten uns einen ganzen Tag auf, besteigen die 800 Stufen zum Kloster und begehen den Höhenrundweg – sehr zu empfehlen.
Wohnhöhlen Petra Am 2. Tag erkunden wir einzelne Anlagen genauer. Es ist doch not- wendig, nahe an die Komplexe heran- zugehen, um einen reellen Eindruck zu erhalten.

Ein Restaurant des Crown Plaza Hotels bietet ein reichhaltiges  Buffet mit landesüblichen Speisen für 10.- JD an. Eine frisch gezapfte, kühle Halbe im Glaskrug – toll!!
Grab in Stein gehauen farbiges Gestein mit Esel

Auf dem offiziellen Parkplatz der Anlage darf nicht übernachtet werden. Bei den umliegenden Hotels gibt es mehrere Möglichkeiten.

Bei den Beduinen Am Samstag Abend erreichen wir Wadi Rum und sind schon gespannt auf das Leben und Fahren im Sand. Wir stellen uns zu einem Beduinen- camp. Es gibt Essen, Gesang, viele Chai, Tanz und Beduinenmusik mit Gesang und Tam Tam.

In der Nacht liegen wir aufs Autodach und genießen die unendliche Ruhe und den herrlichen Sternenhimmel.

Mit einem Luftdruck von 1 Bar bewältigen wir sämtliche Strecken und Dünen. Unser Bremach bewährt sich bestens im Sand, wird aber manchmal kräftig nach links und rechts durchgeschaukelt. Die Fels- und Wüstenlandschaft ist grandios, wie uns viele schon erzählt hatten. Am ersten Tag haben wir leichte Orientierungsprobleme, am darauf folgenden Tag finden wir dank Karte und GPS fast alles, was wir anschauen wollten.

Gesteinsformation Bei den Beduinen ist es abends mit anderen jungen Reisenden zusammen wieder gemütlich mit feinem Essen – Hühnchen, Reis, Tomaten- und Papri- kagemüse. Sie sind auf die Touristen angewiesen, gleichzeitig muss das Wadi als Naturreservat geschützt werden. Deshalb sollten vorgegebene Regeln eingehalten werden.

Wir gönnen uns noch eine dritte Nacht im ruhigen Wadi uns starten dann nach Aqaba.

Mit Hilfe des „i ?“ – Informationszentrums finden wir ein Internetcafe und den Hafen. Um keinen Fehler zu machen, wollen wir gleich Fährtickets besorgen. Polizeispruch am Eingang: „Was möchten Sie denn schon heute hier, wenn Sie erst morgen fahren“?!!? Also ziehen wir unverrichteter Dinge ab und suchen uns einen schönen Nachtplatz.

In der Höhe entdecken wir ZWEI Travellerfahrzeuge! Ein Engländerpärchen und eine französische Familie mit 2 Kindern.
Auserodierter Fels
Sie versuchten über Arabien nach Port Said zu kommen, erhielten jedoch für Arabien kein Visum. Seit ca. 10 Tagen warten sie nun auf ihr Carnet vom ADAC – München. Beide haben dieselbe Tour wie wir geplant und so denken wir, wir werden uns noch öfters treffen...



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Anhang:                               


Dieselpreise: Jordanien 0,315 JD 1 JD ca. 0,9 Euro
Gebühren und Maut:     Grenze:    Dieselsteuer: Keine!
   
Carnet: Stempel kostenlos!
   
Versicherung: 38,7 JD für 7 Tage, bei längerem Aufenthalt z.B. 10 Tage mussten im Hafen v. Aqaba 5 JD nachgezahlt werden, aber immer noch billiger als gleich:
58 JD oder 74 JD
   
Visum: 1 Monat Gültigkeit pro Person 20 JD ca. 21 Euro
   
Zollformalitäten: 15 JD
   
  Duty Free Shop mit Bankomat nach Syrischer Grenze
   
Eintritte: Durchschnittlich 1 bis 2 JD
   
Baptismsite (Betanien) 7 JD pro Person
   
Jerash 8 JD pro Person
   
Petra hat sich wieder verteuert: 21 JD für 1 Tag
  26 JD für 2 Tage
  31JD für 3 Tage
   
Wadi Rum ebenfalls verteuert: 2 JD pro Person
  5 JD Camper/Nacht
  10 JD 4x4 Privat/Tag
  25 JD 4x4 gemietet/Tag
   
   
Die Temperaturen bleiben ca. 30 – 40° am Tag, nachts ca. 25 – 28° C in Petra
ca. 30 – 40° am Tag, nachts ca. 20° (fein!!)
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