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| 29.04.2008 |
| Zeitraum: |
30.03.08– 20.04.2008 |
Länder:
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Malawi.
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Immer noch ist es stark bewölkt. Die Landschaft ist ein Farbenspiel
vielerlei Grüntöne von Bananen- und Teeplantagen. Direkt an der Straße
warten die Stauden auf den LKW zum Abtransport. Das typische Afrikabild
der Frauen findet man hier in Malawi. Farbig, bunt und wirklich schön
gekleidet, mit dem gesamten Gepäck auf dem Kopf. Schon kleine Kinder
balancieren kleine Päckchen oder den Regenschirm auf dem Kopf.
In Karunga besuchen wir das
neu erbaute Museum. Die Sklavengeschichte wird wieder anschaulich
dargestellt und Bernd testet eine Halsgabel für 2 Sklaven – sehr eng,
bei Bewegung des Partners wird die Luftröhre abgeklemmt. So gibt es
einiges Testmaterial zu verschiedenen Themenbereichen u.a. ein magischer
Stein, Trommeln, Haushaltsgeräte usw. In der Mitte thront die
Rekonstruktion des Malawisauriers. |
Rekonstruktion Malawisaurier
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Malawische Frau, typisch ist das Tragen der
Last auf dem Kopf und die hübsche Kleidung
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In der Nacht regnet es wieder ohne Unterbrechung.
Bernd landet beim Aussteigen im Morast. Ein Traveller mit einem gelben
Vespa – Motorroller, auf dem Weg von Südafrika ans Nordkap in 100
Tagen, leistet uns Gesellschaft.
Wir decken uns am Straßenrand mit Lebensmitteln ein,
denn im Nyika – Nationalpark
ist Selbstversorgung angesagt. Seit Kenia, Tanzania und Malawi hüten die
Bottlestore – Besitzer die Flaschen wie ihren Augapfel. Bernd ist immer
darauf bedacht, Flasche gegen Flasche zu tauschen, denn keine Leergut –
kein Bier! Auf der
Hauptstraße nach Rumphi erreicht man die berühmte Longmuir – oder
Gorode – Road zur Livingstonia Mission. Mit
20 Haarnadelkurven überwindet sie 800 Höhenmeter und ist zu unserem Glück
2006 neu gerichtet worden. Zwei Radfahrer sind gerade heruntergekommen und
meinen, wir könnten sie gut befahren. |
Longmuir – Road mit 20 nummerierten
Haarnadelkurven
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Doktor Laws verlegte die Mission 1894 vom Malawisee, wo viele
Missionare an Malaria starben, auf das 1360 m hohe Plateau mit mildem,
gesundem Klima.
Es stehen noch das Steinhaus mit Museum und die
Kirche. Das ganze Gelände ist heute ein Ausbildungszentrum.
Über das Matunkacamp in Rumphi
(Waisenheim) fahren wir in 5 Stunden zum Nyika - Nationalpark. Drei
unwegsame Stellen müssen bewältigt werden.Wir schalten den Kühlerventilator ab und schützen
den Kühler selber mit Plastiktüten vor Schwallwasser. Mit 4x4 und halber
Geschwindigkeit geht’s durch 60 cm tiefen Schlamm, Wasser und
Spurrillen. Zwei weitere Fahrzeuge haben gestoppt und beobachten uns.
Danach berichten sie, dass sie sich das nicht getraut hätten und eine
Umleitung genommen haben – wo diese war, konnten wir zunächst nicht
sehen. Das nächste Problem wartet schon und die Männer begehen die Wege,
um den besten Untergrund herauszufinden. Der Bremach bewährt sich
bestens. |
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Protea oben und Antilope rechts
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| Die Landschaft dieses Parks ändert sich mit
jeder Jahreszeit drastisch. |
Hoher, frischer Grasbewuchs zum Ende der
Regenzeit, teilweise ist es schwierig, die Piste auszumachen.
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Tausendfüßler,
Vergrößerung zeigt paarweise angeordnete Beinchen pro Glied
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Hühnervogel
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Nach einer weiteren Nacht im Matunkacamp mit den
„besten Pommes Afrikas“, freuen wir uns schon auf wärmere
Temperaturen am See.
Auf dem Nkhwazi Camp bei Chinteche finden wir die Idylle so vor, wie es uns beschrieben
wurde. Immer noch einsam, großzügig gepflegter Garten, allerdings ist
der Besitzer Jim durch eine gebrochene Hüfte sehr gehandicapt. Am nächsten
Tag treffen Harry und Silke zufällig wieder auf dem Camp ein und das
„hallo“ ist groß.
Abends wird für alle Anwesenden im Camp groß
gegrillt und bis in die Nacht hinein sitzen alle beisammen.
Am 10.4., Donnerstag, ist Harrys Geburtstag. Wir
feiern mit Oryxlende vom Grill, Knoblauchbutter, Kartoffel- und
Nudelsalat. Jim hat einen tollen Kuchen mit Nüssen, Rosinen und
Schokolade gebacken.
An einem Abend isst Bernd Huhn „peri peri“ und
ist so begeistert, dass er vom Koch das Rezept erfragt:
Huhn „peri peri“ (scharf)
1 Esslöffel zerdrückter Knoblauch
1 Zwiebel in Ringen
½ grüner Paprika in Ringen
einige Chilis
2 Esslöffel Öl in der Pfanne erhitzen, Zutaten
zugeben + je 1 Teelöffel schwarzer Pfeffer + 3 Teelöffel „Chicken peri
peri“- Gewürz. 1 Esslöffel geschnittene Pilze nach Wahl + 1 ½ gehäutete
kleingeschnittene Tomaten zugeben.
Hühnerhälfte waschen und mit Gabel gut löchern + 2
Teelöffel Chickenspice, in heißem Öl Farbe nehmen lassen.
Ablöschen
und ¼ Stunde immer etwas Wasser nachgießen, damit es nicht einbrennt.
Huhn in der o.g. Sauce wenden, darin nochmals löchern und ½ Stunde auf
dem Backblech in den Backofen.
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Kein Buschbrand! – Es sind Myriaden von Fliegen,
die aus dem See aufsteigen.
Strand der Nkhwazi - Lodge
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Am Freitag 11.4. fahren wir weiter in den Süden. Die
Regenwolken verschwinden. Auf der Straße bewegen sich unzählige
Menschen, kaum Fahrzeuge. In Äthiopien waren wirklich viele Menschen zu
Fuß auf der Straße, aber hier sind es wesentlich mehr.
Die Leute sind sehr freundlich. Am Straßenrand
werden viele frische Tomaten, Kürbisse, Squashes und Kartoffeln verkauft.
Ebenso Cassava (Maniok), der in Form von Wurzelknollen oder kleinen weißen
Kugeln die zum Trocknen ausgelegt einen sehr unangenehmen Geruch
verbreiten, angeboten wird.
Das Städtchen Senga
Bay mit dem kleinen „cool runnings“ – Camp ist ruhig und
beschaulich. Auf einem kleinen Markt ersteht Bernd für 1,50 € neue,
knallrote Badeschlappen (in Deutschland würden wir niemals zu so einer
Farbe greifen. Wahrscheinlich würde es solch eine Farbe gar nicht geben
– aber wir sind ja in Afrika!) |

Markt in Senga Bay
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Einkauf Badeschlappen
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Gospelchorprobe
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Wir schlendern durch den Markt. Auf dem großen
Schulhof wird mit 2 überdimensionalen Lautsprecherboxen für
Gesundheitsaufklärung geworben. Eine Menschenmenge umringt den Sprecher.
Der Kreis zieht sich enger, sobald die Schauspieler in Aktion sind und ihr
Rollenspiel präsentieren. Nebenbei werden Flyers verteilt.
Auf der anderen Seite des Platzes proben 2 Gospelchöre: Die älteren
Damen im Freien mit Tanz, im Gebäude die Jugend mit Keyboard und fetzigen
Sprechgesängen. Wir werden zum Zuhören eingeladen. Kein Bein kann dabei
stillstehen, wenn die kräftigen Stimmen ertönen.
Beim Kerzenschein an der Bar trinken wir abends ein „Kuche Kuche“
(Bier) und ein „Savanna“ (Cidre).
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Da wir einen Schaden am Fahrzeugrahmen feststellen,
stoppen wir im „Wheelhouse – Camp“ kurz nach Senga Bay. Dort weiß
uns Jose an der Straße einen guten „Welder“ (Schweißer). Das
Wheelhouse ist eine sehr großzügige Anlage mit runder Bar im See und
gepflegtem Sandstrand.
Abends bricht immer wieder das Stromnetz der ganzen
Gegend zusammen. Uns wird erzählt, dass die Einheimischen Stromkabel
kappen und das Metall beim Schrotthändler verkaufen. Auch Transformatoren
- Öl wird geklaut und manche Straßenküchen frittieren darin ihre Chips!
Am Montag kaufen Bernd und George, der Schweißer die
nötigen Materialien für die Reparatur ein. Am Dienstag sind die Teile
vorbereitet und werden fachmännisch angeschweißt.
Nebenbei zeigt Georges Ehefrau Maria stolz ihr Haus
und das Gartengelände. So erfahren wir, wie die zur Zeit reifen, noch
weichen Erdnüsse behandelt werden. Wir haben bereits einen
fehlgeschlagenen Trocknungsversuch in unserer Bratpfanne hinter uns. Die
Erdnüsse werden zusammen mit dem Kraut aus dem Boden gerissen und an der
Sonne getrocknet.
Wir werden noch zum Mittagessen eingeladen und bis
zum Abend ist die Reparatur beendet – unser Glück, denn ein paar Tage
später beim Verabschieden hat George Malaria und der Betrieb steht still.
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Bei George, dem Schweißer
– noch – in seiner Freiluftwerkstatt.“.
Eine große Halle,
sein „Workshop“ mit Grube ist bereits im Bau.
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Vom „Wheelhouse“ aus verbringen wir einen schönen Tag auf dem
Motorboot von Jose, der auch eine Schweinezucht betreibt. An einer kleinen
vorgelagerten Insel von Cape
Maclear lässt er uns – wie er sagt „bilharziosefrei“ –
schnorcheln.
Die farbenfrohen, gestreiften Aquarienfische sind
hier in allen Größen zu beobachten. |
Maria bei flotter Fahrt, im Hintergrund
Skipper und Mitinhaber des „Wheelhouse“ Jose
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Fischer auf dem Malawisee
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Chembe Lodge mit Brettspiel
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Abendfähre am Cape Maclear
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In der Chembe-Lodge auf Cape Maclear genießen wir den
Sundowner mit Getränken und einem Spiel, bevor es schnell ins Boot geht.
Unser Camp erreichen wir in der Dunkelheit, auf der Rückfahrt leuchtet
uns der Vollmond.
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Straßenstand: Zwiebeln, Kohl und Tomaten
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Unser nächstes Ziel, Lilongwe
(Golfclub - Camp) benutzen wir dazu, unsere Tanks noch mal randvoll zu
machen, da in Zambia die teuersten Dieselpreise auf uns warten. Wir
besuchen noch eine Apotheke, in der es günstig Malariatests (3.- €) und
Bilharziatabletten ( 1,50 €) – für alle Fälle –
gibt. Auch das gängige Malariamittel „Coartem“ ist hier billig
erhältlich. Also Vorräte anlegen! |
| Malawi mit seinem herrlichen See und sehr
freundlichen Menschen stellt sich als schönes und preiswertes Reiseland
heraus. |

Sonnenuntergang am
Cape Maclear
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Aus Zambia (Bericht folgt) herzliche Grüße
Bernd und Maria mit tapferem Bremach
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Einreise nach Malawi über Karonga: |
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kein Visum für Deutsche, nach Besichtigung unseres
Fahrzeugs durch den Zollbeamten keine Straßengebühren |
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Keine Nachfrage nach Versicherung |
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Einreisestempel in die Pässe im Immigration Office, keine
Kosten |
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Carnetstempel ebenda |
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| Währung: |
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| 1 €
= |
219 MK (Malawische Kwacha). |
| 1US$ = |
ca. 142 MK.ATM in Koronga (zwischen 8 000 und 50 000
MK abhebbar) und in allen größeren Städten mit Visakarte |
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| Dieselpreise: |
ca. 187 MK pro Liter, in Lilongwe (BP) 179 MK |
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Europäische Gasbehälter
in Lilongwe/Boc – Gas nachfüllbar |
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| Die Eintrittspreise
für Parks: |
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| Nyika N.P.: |
1680 MK 2 Personen incl. KFZ |
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1000 MK p.P. Campinggebühren |
| Karonga Museum: |
Familienpreis
10 US$
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| Bootsfahrt Wheelhouse –
Cape Maclear |
35 US$
p.P. ab 5 P., mindestens jedoch 150 US$ |
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Häufige Polizei-Checkpoints ohne Probleme |
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| Übernachtungskosten: |
Zwischen 300 MK bis max. 6 US$ p.P. und Nacht (Auto frei) |
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Ausreise aus Malawi
über Mchinji/Chipata (keine Kosten) |
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| Die Temperaturen |
ca. 20 – 27° am Tag, nachts ca. 16 – 20° C im Bergland |
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ca. 28 – 30° am Tag, nachts ca. 22 – 23° C am See |
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| Sehr gute Reiseliteratur: |
Hupe/Vachal: Zambia und Malawi, ISBN 3-932084-32-2 |
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+ aktuelle Infos: www.hupeverlag.de |
Nach oben
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Die Reise:
Vorbereitungen
Wegfahrfest
Neu-Ulm - Asien
Syrien
Jordanien
Ägypten
Sudan
Äthiopien
Kenia
Tanzania
Malawi
Zambia
Namibia |