Afrikatour   2007/2008   
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   Auchter Afrikatour 2007/2008
05.03.2011
Zeitraum: 21.12.10 – 07.01.11
   
Länder: Namibia.
   
In Windhoek habe ich einen Termin beim IVECO Workshop, wo wir am 23.12. den getriebeseitigen Dichtring am Motor auswechseln wollen. Die Teile hatte ich schon vorher dort bestellt und bezahlt.
01Getriebe













Das Getriebe ist draußen.
Insgesamt benötigen wir 7 Stunden und nach einer Probefahrt will ich gleich zu Super-Spar fahren, um mich mit "Kost" und Getränken einzudecken. Denkste! Nach nicht mal 3 km geht der Motor aus und ich kann das Fahrzeug gerade noch auf den Randstreifen steuern.
15 Minuten später kommt bereits das Serviceauto von IVECO und tauscht die Fehlerquelle, eine Sicherung, aus. Die Dieselpumpe hatte ihren Dienst versagt, obwohl die Sicherung, die im Manual für die Pumpe angegeben wurde, OK war. Bremach hatte die Pumpe auf den Rückfahrscheinwerferstrang gelegt.

Start - der Motor läuft und ich fahre los in die Innenstadt von Windhoek. Wieder bleibt der Motor stehen und in einer Nebenstraße kann ich wieder am Straßenrand halten.
Über IVECO Service Walfishbay (es ist bereits 18.30 Uhr und in IVECO Windhoek wird Braai gemacht und gefeiert), bekomme ich eine Verbindung zum Werkstattleiter WDH und nach weiteren 30 Minuten erscheint das Servicefahrzeug mit 5 Mann. Der Elektriker kriecht mit seinem sauberen T-Shirt unter das Fahrzeug, fummelt dort mit Taschenlampenbeleuchtung herum und siehe da, nach dem Auswechseln der 5. Sicherung läuft der Motor wieder störungsfrei.
Ich soll morgen früh um 9 Uhr in den Workshop kommen, dann wird der Fehler fachkundig repariert. Inzwischen hatte ich unseren Freund angerufen und wir fahren zusammen zu seinem Haus, wo ich für diese Nacht das Gästezimmer bekomme.
Am hl. Abend Morgen reparieren wir ein Kabel, das wohl beim Einbauen des Getriebes blank gequetscht wurde. Es liegt genau über dem Getriebegehäuse und je nach Erschütterung bekommt die blanke Stelle Kontakt mit Masse und puff - Sicherung draußen und damit Dieselpumpe tot.
An dieser Stelle möchte ich mich nochmal bei den Jungs von IVECO bedanken für ihr rührendes Engagement. In Deutschland hätte ich bis zum nächsten regulären Arbeitstag warten müssen.

02Weihnacht













Mein Weihnachtsbaum.
Jetzt einkaufen und mit unseren Freunden hl. Abend feiern: Feines Braai mit Oryx und Beilagen, dazu einen schönen Nederburg ohne schlechtes Gewissen, denn er wird ja in SA hergestellt.
Heute geht's also los. Früh fahre ich die lange, aber auch schöne Strecke über Okahandja, Otjiwarongo, Outjio, Kamanjab, Palmwag nach Sesfontein
= 740 km.
Das Camelcamp hat Platz für mich: Ich bin der einzige Gast! Es gibt ein schönes T-bone Steak vom Grill. Die sehr lange Fahrt zeigt nun Wirkung und früh gehts ins Bettchen.
03Pasdesfontein 04PadSesfontein
Fahrt über 740 km nach Sesfontein

Nach einem guten Frühstück breche ich um 9.00 Uhr auf, um unsere langjährigen Freunde Harry und Silke in Puros zu treffen. Es ist dieses Jahr ganz besonders schön, die Landschaft ist so grün wie nie. Nach ca. 74 km erreiche ich die Campsite: Puros # 4 -wunderschön am Hoarusib gelegen- und die Freude beim Wiedersehen mit den beiden und ihren Hunden ist groß. Heute ist "Ruhetag", denn morgen wollen wir recht früh zum "gamedrive" losfahren.
05Hoarusib 06Hoarusib
Im Hoarusib Rivier

Wir haben Dux, einen Himba gebeten, mit uns zu fahren, um nach den Wüstenlöwen zu suchen. Es ist noch recht mild heute morgen und nach 8 km finden wir bereits die erste Familie Wüstenelefanten. Für sie ist das Rivier ein Schlaraffenland - man gourmiert mal hier ein Gräschen, mal da ein Ästchen, zwischendurch mal trinken, sich suhlen, sein Baby ebenfalls dazu animieren - sehr kurzweilig, diesen Gesellen zuzusehen. Wir beobachten Oryxe, Dik Diks, Giraffen und Impalas. An einer Stelle finden wir ganz frische Spuren von Löwen und Löwenkot, bekommen sie selber aber nur ganz kurz zu Gesicht.
Am Nachmittag machen wir uns auf den Heimweg durch das etwa 60 cm tiefe wasserführende Rivier.
07Elefantenpilz 08Wüstenelefanten
Pilze wachsen aus Elefantendung                                                         Unsere ersten Wüstenelefanten
09Trocken 10Magirus
Ausgetrockneter Zulauf des Hoarusib                                                Harry durchfährt eine Problemstelle


Am nächsten Tag geht es extrem früh und ohne Frühstück raus. Dux, der Himba freut sich, wieder mitfahren zu dürfen und wir finden tatsächlich nach einer Stunde 3 vollgefressene Wüstenlöwen auf einem Hügel,die ihren Riss bewachen. Die Anhöhe ist nur wenig von der gestrigen Stelle entfernt, wo wir per pedes nach den Spuren gesucht hatten.
Jede der Löwinnen trägt ein Sendehalsband, ein Zeichen dafür, dass es sich um Tiere aus dem Projekt Dr. Phil Stander, http://www.desertlion.info/index.html handelt. Eine gute Stunde können wir die Katzen in aller Ruhe beobachten, bis sie sich in den Busch verabschieden.
11Wüstenlöwen 12Oryxriss
Drei Löwinnen beobachten ihren Riss                                                In der Nacht gerissener Oryx

Nach ca. 22 km biegen wir links ab über das Hochplateau Richtung Süden nach Amspoort im Hoanib Rivier.
13Hochebene 14Hochebene
Auf der Hochebene Richtung Süden                                                  Uns kommen nur 2 Fahrzeuge entgegen
Nach 66 km erreichen wir Amspoort und fahren in die Schlucht hinab in der Hoffnung, durch das Flußtal nach Sesfontein zu kommen. Eine Engstelle, die wir zu Fuß erkunden sagt uns: Umkehren und einen neuen Riviereingang suchen.
Bald werden wir reichlich belohnt mit einer erfreulich großen Anzahl an Tieren: Springböcke, Impalas, Oryxe, Giraffen und Elefantenfamilien. Viele Jährlinge sind dabei und mit ihren tollpatschigen Bewegungen lustig anzusehen. Entgegen vieler Beschreibungen in Foren und in MapSouce sind die Elefanten keineswegs aggressiv. Eine Mutter mit Baby geht 1m am Magirustruck unserer Freunde vorbei ohne sich darum zu scheren und bleibt geraume Zeit nahe meinem Bremach zum Essen - das Kind spielt mit Ästen, scharrt mal hier, mal da und darf zwischendurch bei Mama trinken.
17Mamikind 18Einzahn
Familien mit Jungen                                                                               Uns begegnen auch Einzelgänger
15Giraffe 16Oryxe
Im Hoanib: Giraffen                                                                                Oryxherden
19Tokos 20Sandhuhn
Tokos, meine Lieblingsvögel                                                                Sandhuhn - männlich

Am Ausgang des Hoanib ist die Pad in viele viele Teilwege zerfahren, alle mehr oder weniger tiefsandig. Da unser Bremach Sand liebt, ist es überhaupt kein Problem, diesen Teil zu meistern. Auf der Teerstraße erreichen wir bald die Ongongo Campsite. Dort verbringen wir mit Faulenzen, Essen, Trinken und Baden Silvester und Neujahr.
21Ongongo 22ongongo
Am Ongongo Wasserfall                                                                      Marulabaum
23Ongongo 24Ongongo
Die Frucht, aus der Amarula gemacht ist                                         Ongongo Campsite

Wir fahren weiter Richtung Kamanjab, wo wir bei Katrin im Porcupine Camp übernachten und uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen, die Stachelschweine zu beobachten.
25porcupine













Nächtliche Beobachtung von Stachelschweinen auf dem Porcupine Camp.

Leider müssen wir uns heute trennen, denn für Harry und Silke ruft die Arbeit. Ich fahre alleine nach Kamanjab, um zu erkunden, ob ich bei Juanita und Lars die Streben an der angerissenen Führerhausaufhängung schweißen lassen kann. Dazu habe ich 4 extra geschnittene 6 mm Bleche zur Verstärkung dabei. Da die Falkenberggarage heute noch nicht arbeitet (Die Angestellten haben alle noch frei), verbringe ich noch eine Nacht bei Katrin.
Um 8 Uhr werde ich in der Falkenberggarage erwartet und bekomme innerhalb 3 Stunden meine Verstrebungen angeschweißt. Ich sage euch, Juanita liefert die beste Schweißnaht, die ich bis jetzt in Afrika gesehen habe - Danke nochmal!
Kurz nach 12 kaufe ich mir noch etwas Fleisch beim Metzger und breche Richtung Etosha auf. Da es gestern und in der Nacht heftig geregnet hat, wird mir abgeraten über die glitschigen D-Straßen zu fahren und so wähle ich die C 40 bis nach Okaukuejo. In der Campsite gibt es für mich einen schönen Stellplatz. Nach 2 Stunden Gamedrive bruzzle ich mir das Oryxfilet und ein Nederburg wird dazu geköpft.
Am Morgen geht es "early" aus den Federn und bis 9 Uhr hält sich der Tierreichtum in Grenzen. Wegen der frischen, grünen Triebe ist es für die Tiere nicht notwendig, zum Trinken an die Wasserlöcher zu kommen. Nach Toast und Kaffee am Olifantsbad kreuzen trotz der einsetzenden Hitze viele Zwei- und Vierbeiner meinen Weg.
26Etosha 27Etosha
Zebraherden                                                                                                  Impalaböcke beim Wiederkäuen
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Vielleicht kann mir jemand im Gästebuch den Namen dieses Vogels nennen.
Langsam ist die Zeit zum Verlassen der Etosha gekommen und ich beschließe, noch einen kleinen Umweg zur Wasserstelle Gemsbokvlagte zu nehmen. Mitten auf der Strecke ist eine Riesenpfütze. Nach dem Durchqueren sehe ich auf der Linken Seite sage und schreibe z e h n Löwen in Reih und Glied trotten. "Die werden doch nicht zu dieser Dreckpfütze zum Trinken kommen?" Doch, sie kommen alle 10! Mutterseelenalleine habe ich gut 40 Minuten Zeit, die Gesellen zu beobachten. Sie nähern sich bis auf 2m dem Auto und scheren sich keineswegs um mich. Ich bringe beinahe die Speicherkarte des Photoapparates zum Glühen.
29Etosha 30Etosha
Zehn Löwen, das Highlight des Abschlusstages                              Outsider

31Etosha














Eine halbe Stunde konnte ich die Löwen aus nächster Nähe betrachten.

Durch ein blühendes Namibia geht die Fahrt Richtung Otji, wo ich bei Mark in der Hohenfels Campsite übernachten kann. Am anderen Morgen fahre ich zurück durch die - so wie ich es noch nie erlebt habe - grüne Landschaft nach Windhoek. Die letzten Tage bin ich damit beschäftigt, das Auto von außen und innen auf Vordermann zu bringen.
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So grün und farbig habe ich Namibia noch nie erlebt.

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